Das Pappelstadion

Wie immer, so mußte auch der junge BV Westfalia seine ersten Meisterschaftswettkämpfe in der C-Klasse bestreiten. Die Heimspiele fanden in den ersten Jahren auf der Wiese von Schäfer Wilms, an der Pumpe ( heute Pleckenbrink) statt. Das damals noch kleine Wickede, verfügte noch über einen weiteren Sportplatz auf dem der Verein Kreta spielte. Dieser Platz lag zwischen der “Gleichheitsstrasse” und “Auf dem Feldgraben”. Von diesem Platz aus konnte man in südöstlicher Richtung die Fördertürme der damaligen Zeche Massen erblicken. Nach mehreren hohen Niederlagen der Manen des Vereins Kreta gegen die von unserer Westfalia, löste sich der Verein Kreta im Jahr 1912 auf und schloß sich dem BVW an.

Heute ist nicht mehr feststellbar, in welchem Jahr der Spielbetrieb auf “Buschmanns Wiese”, dem heutigen “Pappelstadion” an der Eichwaldstr., aufgenommen wurde. Die Chronik berichtet letztmalig am 7. September 1919 von einem Spiel gegen den Sport-Club aus Unna, welches mit 1:0 gewonnen und noch auf “Schäfer Wilms Wiese” ausgetragen wurde. Der aktive Fussballsport fand fortan in ländlicher Idylle, inmitten des damaligen Dorfes Wickede statt. Da, wo heute ein Ballfangzaun die Verkehrsteilnehmer der Eichwaldstr. vor gefährliche Ballgeschosse schützt, befand sich damals eine Hecke, die zu der Zeit wetteifernde Hühner und Enten mit ihrer zahlreichen Nachkommenschaft daran hindern sollte sich direkt ins “Verkehrsgetümmel” zu stürzen. Die Gemeinde Wickede, unter dem Gemeindevorsteher Karl Wetzel, übernahm “Buschmanns Wiese” als Sportgelände in ihr Eigentum und machte damit das öffentliche Interesse an der Sportförderung deutlich. Die Waschberge der Zeche Massen wurden in das Gelände einplaniert und damit die ehemalige Kuhwiese zu einem ordentlich, bespielbaren Fussballplatz deklariert.

1926 gilt als das Jahr der Eröffnung des Fussballplatz-tes an der Eichwaldstr. Neben der evangelischen Kirche zählte nun auch der Fussballplatz zum Mittelpunkt der Gemeinde Wickede. Noch heute nennt man im “Dorf” dieses Gelände, wegen seiner zentralen Lage, “Filetstück”. Den Namen “Pappelstadion” erhielt der Platz wegen der charakteristischen Pappeln, die den Platz bis Anfang 1999 eingrenzten. Leider fielen sie, wegen Instabilität, der Bandsäge zum Opfer. Damals wurde der Platz an der Südseite zur Kirche von einem Geräte- und Übungsturm der freiwilligen Feuerwehr (inzwi-schen abgerissen) und der ehemaligen Lutherschule (letztendlich 1980 abgerissen) begrenzt. Mit der Eingemeindung von Wickede ging auch der Sportplatz in das Eigentum der Stadt Dortmund über. Im 2. Weltkrieg erlahmte 1942 zwangsweise der Spielbetrieb. Die Hälfte des Platzes wurde von der notleidenden Bevölkerung als Gärten nutzbar gemacht. Dank tatkräftiger Mithilfe der Mitglieder aller damaligen Sportvereine konnten nach Kriegsende die Schäden, die durch die sportfremde Nutzung entstanden waren, beseitigt werden, so dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. So mancher Jubelschrei aber auch Fluch schallte im laufe der Zeit über den Wickeder Sportplatz, der sich neben dem Fussball auch als Pflegestätte des Feldhandballs entwickelte. Es gab Siege und auch Niederlagen, Auf- und Abstiege in den unterschiedlichsten Klassen. So mancher Schweiß- aber auch Blutstropfen wurde von diesem traditionsreichen Stückchen Erde aufgesogen Im Juni 1968 ging ein schweres Unwetter über Wickede nieder. Die Keller standen unter Wasser; Schlammmassen wälzten sich von den Feldern über den Bockumweg und die Steinbrinkstrasse in das “Dorf”. Auf dem Hellweg stand man Knöcheltief im Schlamm. Es schien so als wollten die Wassermassen das “Pappelstadion” zum sterben bringen. Die von Rat und Verwaltung der Stadt Dortmund veranlassten Reparaturarbeiten ließen den Sportbetrieb kurzfristig aber notdürftig wieder aufnehmen.

Der Sportplatz, mit einer großen Tradition, genügte nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Auf den Seitenflächen des Platzes hatten sich holprige Rasenflächen gebildet, die Drainage hatte großen Schaden erlitten und auf der in der Platzmitte verbliebenen schwarzen Schlackendecke hatten sich Rinnsale gebildet über die das Regenwasser seinen Abfluss suchte. Nach der Saison 1968/69 wurde die Erneuerung des Sportplatzes in Angriff genommen. Danken wollen wir an dieser Stelle dem damaligen Ratsvertreter und Bür-germeister Willi Spaenhoff, dem stellv. Leiter des Stadtsportamtes Ernst Langemann und den Parteien, die sich im Rahmen ihrer politischen Kompetenz für eine schnell Renovierung unseres Pappelstadions einsetzten. In dieser Zeit spielten die Mannschaften des BVW auf dem ehemaligen Platz von TuRa Asseln, “Auf dem Bleek”. DM 135.000 mussten aufgebracht werden um den Sportplatz zu modernisieren und mit einer neuen Decke zu versehen. Nach zügigen Arbeiten wurde er am 8. Nov. 1969 von Bürgermeister Willi Reinke seiner Bestimmung, bei strömenden Regen, übergeben. Nach sehr viel Arbeit, gingen am 25.10.1972 im “Pappelstadion” die Lichter an.

Acht Prominente “knipsten” die Flutlichtanlage an der Eichwaldstr. an. Die Wattzahl, der von 15 Meter hohen Masten getragenen Leuchten, reichte aus um 10 Kilometer Autostrasse auszuleuchten. Obwohl, durch die Vermittlung von Albert Klepping, die acht Holzmasten von der VEW zu einem Anerkennungspreis angeliefert wurden, entstanden insgesamt Materialkosten von 30.000 DM. Durch die, vielleicht etwas zu zügige Arbeit aus dem Jahr 1969, wurde eine erneute Reparatur des “Pappelstadion”, nach der Serie 1982/83, notwendig. Der zwischenzeitlich errichtete Schulsportplatz am Dollersweg wurde nun ein halbes Jahr als Ausweichplatz genutzt. Dieses halbe Jahr entwickelte sich zur Parallele 1969/70. Es wurde unter dem Trainer “Kiki” Kneuper der Grundstein für den Wiederaufstieg in die Bezirksliga gelegt. Nach der Übergabe des Sportplatzes durch Altbürgermeister Spaenhoff, im Jahre 1983, konnte man sich im gewohnten Umfeld der Beköstigung der Zuschauer zuwenden. Zu dieser Zeit wurden die Heimspiele der 1. Mannschaft, je nach Gegner und Leistungsstand, von 300 bis 2.000 Zuschauer besucht. An das heute vorhandene Vereinsheim dachte noch keiner. Am Eingang Eichwaldstr. und an der schräg gegenüber liegenden Getränkebude konnten die durstigen Kehlen ihren Durst löschen. Das Vordach gab den notwendigen Schutz für den “Grillmeister” und die Holzkohle, damit die berühmten “goldbraunen” Bratwürste gegrillt werden konnten. Aus einem, am Rande des “Pappel-stadion” stehenden Verkaufswagen, der gegen einen kleinen Obolus vom ehemaligen Vorsitzenden und Fleischermeister, Karl Gustav Sprenger, dem Verein überlassen wurde, wurde Kaffee und Kuchen angeboten. Im Juni 1990 haben Marco und Thomas Schott, Klaus Haase, Günther Eckholt, Detlef(“Teddy”) Döbbertin und Horst Linke kräftig “reingehauen” und einen Betonsockel als Boden für den Bereich der Getränkebude und des Unterstandes erstellt. Den Bagger für die Erdarbeiten organisierte und bediente Ingo Höttemann. Es sollte das erste Signal von Aktivitäten des finanziell nicht auf Rosen gebetteten Vereins sein. Die fällige Flutlichterneuerung konnte Dank des Einsatzes durch Mitarbeiter der Firma Rebedo und die finanziellen Un-terstützung des 2. Vorsitzenden, Georg Claas, endlich durchgeführt werden. Wenn man bedenkt, dass eine Flutlichtbirne ca. DM 750,00 kostet und davon immerhin 14 Stück benötigt wurden, kann man sich ein Bild von dem finanziellen Aufwand machen. Nicht nur das, es mussten auch 7 neue Schaltkästen nebst “Innenleben” her. So schön und wichtig die Flutlichtanlage auch ist, es ist ein Fluch, dass sie Vereinseigentum ist und deshalb den Verein immer wieder finanziell belastet. Im 90. Jahr der Vereinsgeschichte sind schon wieder neue Schaltkästen notwendig geworden. Im Frühjahr 1992 ereilte den Verein eine frohe Kunde: “Das Pappelstadion sollte einen neuen Aschenplatz bekommen. Die Planungen standen vor dem Abschluss. D.h., dass das Gefälle des Sportplatzes endlich behoben wird und die sich immer wieder bildenden Rinnsale verschwinden. Jetzt war auch die Chance gekommen ein Projekt zu realisieren, welches sich einige Vorständler auf die Fahne geschrieben hatten. Einige Zeit vor der Kunde vom Sportplatzneubau, sassen Horst Linke (1. Vors.), Georg Claas (2.Vors.), Wolfgang Krüger (Kassierer) und Hans Walter v. Op-penkowski (2. Geschäftsführer) zusammen um Überlegungen anzustellen, wie sich der Verein langfristig auf sichere und gesunde Füsse stellen kann? Wie kann sich der Verein für das 3. Jahrtausend rüsten? Viele Überlegungen wurden gewälzt. Die vier einigten sich darauf: Ein Vereinsheim muss her. Es dient der Entwicklung der Vereinskameradschaft, bietet Eltern von Kindern die Möglichkeit sich auch bei Regen am Platz aufzuhalten, Jugendmannschaften können sich zu Besprechungen treffen, und und und. Doch das Allerwichtigste, der Verein hat einen ständigen Sponsor auf den ein Teil der finanziellen Planungen aufgebaut werden kann. Der Architekt, Heinz F. Lenzmann aus Wickede, erklärte sich bereit die notwendigen Planungen und Zeichnungen zu erstellen. Hans Walter v. Oppenkowski, der zu dieser Zeit bei einem Planungs- und Architekturbüro arbeitete, konnte Paul Weihrauch aus Bochum gewinnen, der sich um die Statik und Ausschreibungen kümmerte. Ohne die Bereitschaft von Heinz F. Lenzmann und Paul Weihrauch hätte der Verein das Vereinsheim, jedenfalls nicht so preiswert und so schnell auf “die Beine” stellen können. Ihnen sei auch im 90. Jahr des Vereinslebens noch gedankt. Der Vorstand lud zu einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung, am 06. November 1992 ins Restaurant “Stiepelmann”, mit dem einzigen Tagesordnungspunkt “Neubau eines Vereinsheimes” ein. Horst Linke informierte über den Stand der Dinge. Bei der Planung und Absicherung der Finanzierung stand der Vorstand unter erheblichem Zeitdruck. Der Bau des Vereinsheimes war nur möglich im Rahmen des Sportpatzneubaues. Die Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt Dortmund und den Parteien waren erfolgreich. Das Vereinsheim konnte westlich des Jugendheimes, auf städtischem Grund und Boden, ge-baut werden. Der BV Westfalia bedankte sich, indem er dem Jugendheim kostenlos eine massive Fahrradgarage “hochzog”. Bezüglich der Finanzierung wollte der Verein zunächst versuchen, möglichst viel Geld über “Vereinsbaustei-ne” zu sammeln. Die Abstimmung ergab bei 82 stimmberechtigten Anwesenden folgendes Bild: 75 Ja – 5 Nein – 1 Enthaltung. Eine Person hatte offensichtlich nicht mitgestimmt. An dieser Stelle sei denjenigen gedankt, die mit dem Erwerb der Bausteine dazu beigetragen haben, die Grundfinanzierung zu sichern. Es sind dies: Detlef (“Teddy”) Döbbertin, Norbert Schmitz, Helmut Hausmann, Georg Claas, Fam. Krüger, Fam. Linke, Hartmut Engler, Dr. Granseyer, Siegfried Krafczyk, Friedhelm Sohn, Helmut Hempel, Hans Walter v. Oppenkowski, Detlef Pich, Willi Möller, Reinhard Heimbroth, Dr. Rothmann, Dirk Lander, Frank Müller, Rüdiger Theiss, Klaus Peter Berkenfeld, Hans Joachim Pich, Udo Ogrodowczyk, die 1. Mannschaft und die Damenmannschaft (beide Serie 1993/94). Darüber hinaus wurden intensive Gespräche mit der damaligen Stifts-Brauerei und der Sparkasse in Wickede geführt, um die Restfinazierung abzusichern. Zu danken ist an dieser Stelle auch der Wickeder Geschäftswelt, die u.a. ihre Fachkräfte und Materialien kostenlos zur Verfügung stellten. Der besondere Dank gilt den Installateurbetrieben Ralf Rödelbronn und Norbert Schmitz, dem Elektrobetrieb Jürgen Narrog, dem Baubetrieb Döling und dem Dach- und Isolier-baustoffbetrieb Lindner. Anfang April 1993 begannen der Neubau des “Pappelstadions” und zeitgleich die Arbeiten am Vereinsheim. Schon Anfang August konnte auf die Fertigstellung des Rohbaues angeprostet werden. Ende Oktober sollte der Platz fertiggestellt sein. Das sollte dann auch die Zeitvorgabe für das Vereinsheim sein. Doch mit dem Platzneubau lief nicht alles so glatt wie geplant. Das Wetter machte oft einen Strich durch die Rechnung. Mit dem Innenausbau des Vereinsheimes sollte es in die entscheidende Phase gehen. Viele Vereinsmitglieder haben geholfen: Nachdem Frank Reimann und Klaus (“Lulu”) Eckert die Entlüftung eingebaut hatte, haben der 1. Vorsitzende Horst Linke, der Trainer Günter Fehring und die “Mutter der Kompanie” Wilhelm Sobotka, mit Teilen der 1. und 2. Mannschaft die komplette Holzdecke untergezogen; Rolf Fax hat seinen ganzen Jahresurlaub geopfert um die Fliesen zu legen; Bernd Obst hat alleine tapeziert und gestrichen; Klaus Haase hat die Holzarbeiten bewerkstelligt; Klaus Nagel die Elektroarbeiten; andere notwendige Arbeiten wurden u.a. von Herbert Franetzki, Heinrich Haupt, Manfred Boeven, Karl Lohrmann, Christian Reuter, Manfred Hofmann, Günther Eckholt und Hans Walter v. Oppenkowski in Angriff genommen. Falls jemand vergessen wurde möge er sich bitte melden um bei der Komplettierung der Chronik Berücksichtigung zu finden. Für die Plasterarbeiten konnten wir Herrn Bröckelmann und später dann Wolfgang Stenzhorn gewinnen. Das Vereinsheim war, abgesehen vom Aussenputz, dann auch so weit fertig gestellt. Die offizielle Eröffnung mit allen Förderern fand dann am 06. Dezember 1993 statt. Die ersten Versammlungen, Besprechungen und auch Gemütlichkeiten konnten stattfinden. Es kam die “Winterpause” und auch die Rückrunde musste auf fremdem Platz beginnen. Wie lange sollte die Fertigstellung des Platzes noch auf sich warten lassen?

Das letzte Wochenende des März 1994 wurde zu einem “schwarzen” Wochenende in der jüngeren Vereinsgeschichte. In der Nacht vom 25. auf den 26. März hatten unbekannte Einbrecher, die durch das Fenster eingestiegen waren, den Zigarettenautomaten aufgebrochen und entwendeten die gesamte Musikanlage einschliesslich der CD´s und Musikkasetten, sowie den Receiver der Satelittenanlage. Fleissige Mitglieder hatten den entstandenen Sachschaden bis zum 27. März behoben. Doch am Montag, den 28. März, Morgens um 10.00 Uhr traut der Platzwart, Karl Lohrmann, seinen Augen nicht. Das Vereinsheim war von Vandalen verwüstet worden. Er benachrichtigte Monika Linke, die Frau des Vorsitzenden der geschäftlich unterwegs war, und diese wiederum den 2. Geschäftsführer, Hans Walter v. Oppenkowski. Selbstverständlich wurde auch die Kriminalpolizei herbeigerufen. Ein Bild des Grauens stellte sich dar. Die Türen waren aus den Angeln gerissen, die Schränke aufgebrochen und andere Einrichtungen schwer beschädigt. Die Wände waren mit Nazisymbolen beschmiert. Ketchup, Senf und rohe Eier liefen an den anderen Wänden herunter. Die Täter liessen zum guten Schluss auch noch die Wasserhähne bei verstopftem Abfluss laufen, so dass die Räume alle unter Wasser standen. Schliesslich wurde auch noch im ca. 100 Meter entfernten Geräteraum eingebrochen. Hans Walter v. Oppenkowski schätzte den entstanden Sachschaden damals auf 18.000-20.000 DM. Dazu kam noch die unbezahlbare Arbeit der Ehrenamtlichen des Vereins. Es schien als ob wieder alles von Vorne los gehen musste. Die Täter dieser beiden Einbrüche konnten bis heute nicht gefasst werden obwohl die Kriminalpolizei alle erkennungsdienstlichen Massnahmen ergriffen hatte.

Am “Vatertag”, den 11. Mai 1994, fand dann, bei sprichwörtlichem Kaiserwetter, die offizielle Eröffnung des neuen Platzes statt. Über ein Jahr betrug die Bauzeit. Eine Zeit in der die Spiele der Mannschaften sowohl auf dem Platz von TuRa Asseln als auch am Dollersweg stattfinden mussten. Es war schon eine Tortur, wenn alle 14 Tage die Kühlschränke und der Grill, nebst Getränke und Würstchen durch die Gegend gekarrt werden mussten. Jetzt war der Verein mit diesen organisatorischen Dingen nicht mehr belastet und konnte sich stärker den sportlichen Dingen zuwenden.

Die Übergabe des neuen Platzes an den BV Westfalia Wickede 1910 e.V. führte der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Günter Samtlebe, persönlich durch. Der Bezirksvorsteher, Walter Mielke, überreichte einen Fussball an den Vorsitzenden Horst Linke. Von “Altbürgermeister” Willi Spaenhoff bis Ratsherr Gerhard Landfester liessen sich viele das Ereignis nicht nehmen. In der Presse war zu lesen: “Mit Kind und Kegel strömten die Wickeder ins neue “Pappelstadion”.

Nun war er da, der neue Fussballplatz. Doch er war jung und frisch, zu behandeln wie ein “Kinderpopo”. Es lag in der Obhut des Platzwartes, Karl Lohrmann, darauf zu achten, dass die Belastung der Platzdecke am Anfang nicht zu hoch war. Der Trainingsbetrieb war eingeschränkt, was sich auch auf die sportlichen Leistungen auswirkte. Doch die Serie 1996/97 brachte dann den nicht geplanten Aufstieg in die Bezirksliga. Im Sommer 1998 wurde dann die alte Holzhütte, neben dem Getränkeschuppen, abgerissen um an dieser Stelle eine massive Verkaufsküche für den Aussenbereich zu errichten. Sie sollte voll eingerichtet und mit einer guten Abzugsanlage ausgestattet sein. Klaus Nagel, Günter Eckholt und Klaus Haase erklärten sich bereit die Bau- und Elektroarbeiten sowie den Innenausbau durchzuführen. Frank Reimann und Klaus (“Lulu”) Eckert bauten die Abzugsanlage ein. In Witten machten der Geschäftsführer, Hans Walter v. Op-penkowski und Klaus Haase, eine sehr gut erhaltene Küche aus, in die Aussenbereichsküche eingebaut werden sollte. Alles schien in trockenen Tüchern. Doch wegen Geldmangel drohte ein Baustillstand im halbfertigen Zustand. “Jetzt oder nie”, dass war die Devise des Geschäftsführers, “dann muss eben eine private Zwischenfananzierung her”. So konnte durch den massiven Arbeitseinsatz der Vorgenannten, der Würstchenverkauf mit dem ersten Heimspiel aus einer tollen Verkaufsküche erfolgen. Im Jahr des Abstieges aus der Bezirksliga, Serie 1998/99 wurden auch die Pappeln, die dem Stadion seinen Namen verliehen, aus Sicherheitsgründen abgeholzt. Im Jahr unseres 90jährigen Bestehens, wir schreiben das Jahr 2000, erhielt der Platz an der kompletten Front zur Eichwaldstr. einen Ballfangzaun.