Derbysieg – Westfalia gewinnt 2:0 in Eving

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„Wir wissen halt, wie Derbys gehen.“ Besser als mit diesem einen Satz hätte Wickedes Trainer Marko Schott die 90 Minuten im Evinger Eckey-Stadion nicht auf den Punkt bringen können.

Wieder einmal hatte die Westfalia in einem Dortmunder Lokalduell ihre ganz besonderen Qualitäten in die Waagschale gelegt, durch Tore von Roman Schymanietz (17.) und Sascha Richter (69.) völlig verdient mit 2:0 gewonnen und sich damit eine glänzende Ausgangsposition erspielt. Nach wie vor aber lässt sich Schott nicht aus der Reserve locken: „Jetzt brauchen wir nur noch einen Punkt zum Klassenverbleib. An mehr denken wir nicht.“

Es war ein Erfolg des Kollektivs und der Leidenschaft. Von Beginn an war den Aktionen der Gäste anzumerken, dass sie diese Partie gewinnen wollten – genau darin lag der entscheidende Vorteil gegenüber den Evingern, die lange Zeit jegliche Emotionen vermissen ließen, zu verhalten agierten, ihre Angriffe behäbig und ohne Überraschungsmomente vortrugen und so die sattelfeste Wickeder Abwehr nie vor ernsthafte Probleme stellten.

Geschätzte 60 bis 70 Prozent Ballbesitz brachten dem TuS nur eine optische Überlegenheit – das weitaus effizientere Spiel zeigten die Wickeder, die aus einem sicheren und von Sebastian Didion exzellent organisierten Defensivverband über hohen Aufwand immer wieder auch den Weg nach vorne suchten. Dass sich die Mannschaft auch fußballerisch sichtbar verbessert hat, wurde nicht zuletzt bei den beiden glänzend herausgespielten Toren deutlich: dem 1:0 durch den starken Roman Schymanietz war ein Klasse-Zuspiel von Dominik Lipki vorausgegangen, das 2:0, das der einwechselte Sascha Richter mit seinem ersten Ballkontakt markierte, entsprang einer Direktkombination über vier Stationen und einem finalen Pass von Marco Dej (Foto). „Wir haben die Schnittstellen in der Evinger Abwehr gesucht und sie einige Male auch gefunden“, kommentierte Schott das bisweilen variable Offensivspiel seiner Mannen.

Das frühe 1:0 spielte den Wickedern natürlich in die Karten. Andererseits hatte Eving danach noch genügend Zeit, wieder ins Spiel zu finden. Doch ganze zweimal musste Marvin Wylczoch vor der Pause eingreifen. Auf der anderen Seite verhinderte Sascha Piontek mit einer Glanztat einen zweiten Schymanietz-Treffer (63.). Vielleicht wäre doch noch was gegangen, hätte ein Distanzschuss von Sundy Gomes nicht so knapp das Tor verfehlt (70.). Am Ende einer relativ planlosen Aufholjagd aber blieb Daniel Rios nur übrig, den Gästen zu gratulieren: „Wickede hat kaum etwas zugelassen. Von daher geht das Ergebnis auch in Ordnung.“

REAKTIONEN

Daniel Rios: „Bei uns hat mir die Einstellung nicht so gut gefallen. Wickede hat das vor allem hinten sehr gut gemacht und verdient gewonnen.“

Marko Schott: „Ich bin absolut zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben sehr viel Kampfgeist gezeigt, das war der Schlüssel zum Erfolg. Für mich war es ein hoch verdienter Derbysieg.“

Francis Bugri: „Wir haben allen Grund, auf uns sauer zu sein. Wir haben gar nicht so schlecht gespielt, aber zweimal nicht aufgepasst.“

Anil Konya: „Wir hatten uns viel vorgenommen, haben aber viel zu wenig riskiert.“

Sebastian Didion: „Man hat wieder einmal gesehen, was Teamgeist ausmacht. Die Einstellung war von Beginn an da, während bei Eving vor der Pause gar keine richtige Derbystimmung zu erkennen war.“

Roman Schymanietz: „Die Emotionen, die wir gezeigt haben, waren bei Eving nicht zu sehen. Wenn wir hinten kompakt stehen, ist es schwer, gegen uns zu spielen.“

Miguel Moreira: „Es war klar, dass wir nur bestehen können, wenn wir von der ersten Minute den Kampf annehmen. Jeder hat die Bereitschaft gezeigt, alles zu geben.“

Es spielten:

TuS Eving: Piontek – Balihodzic, A. Konya, Tech, E. Konya – Bugri – Homann (62. Werner), Rammel – Gondrum (62. Erzen) – Stana, Gomes (73 Bouzerda)
Wickede: Wylczoch – Didion – Städter, Huneke, Fröse -Lipki, Dej – Seelig, Zwahr (76. Toetz), Schymanietz (84. Schrade) – Moreira (68. Richter)

Tore:

0:1 Schymanietz (17.), 0:2 Richter (69.)

Quelle: derwesten.de

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